O2 SHEPHERD'S BUSH EMPIRE LONDON
Wir sind am 2. Mai 2017 nach London geflogen, um ein mit Spannung erwartetes Konzert im Londoner O2 Sherpherd's Bush Empire zu erleben. Star des Abends natürlich SHAKIN' STEVENS.
Es war vorauszusehen, dass es anders sein wird, als die Jahre zuvor Konzerte mit Shaky zu erleben.
Sein aktuelles Album „Echoes Of Our Times“ ist eben vom Musikstil etwas anderes als seine bisherigen Alben. Es geht dann in die Richtung Folkrock, Country und Blues. Es ist seine umfangreichste UK Tour seit Jahrzehnten.

London ist daher der Treffpunkt für die meisten Fans aus Europa und UK. So viele verschiedene Nationen kommen als Gleichgesinnte zusammen und haben Spaß. Es ist eine wunderschöne Sache, dass die Fans aus so vielen Ländern sich friedlich versammeln und freundschaftlich austauschen.

Wir haben da auch viele „neue“ Fans kennengelernt, einige nun auch mal persönlich getroffen, wo man sich sonst nur aus den Socialmedia kennt, alte bekannte wiedergetroffen und auch einige Musiker getroffen.

Am Merchandising-Stand kann man Programmhefte, T-Shirts in braun und schwarz kaufen und dann eben auch CD's.

3 Plätze neben mir in Reihe F auf ca. Platz 7 saß Tim Rice als prominenter Gast im Publikum. Tim Rice schrieb z.B. für Elvis „It's Easy For You“ aus dem Moody Blue Album. Auch für Elton John, Cliff Richard usw.... hat er geschrieben.

Sue Davies kündigte dann das Vorprogramm an, Danni Nichols. Sie sang Basic Folk und Country mit selbst geschriebenen Songs.

Inzwischen füllten sich dann auch die letzten Plätze und auf der Bühne sah es aus als stimmten die Musiker noch ihre Instrumente, als inzwischen im Hintergrund die Schläge aus der Kupfermine erklangen, dem Intro zu Down in the hole.

Und dann kam Shaky auf die Bühne und sang mit. Ein stimmungsvoller Einstieg der mit dem Video auf der Videowand im Hintergrund optisch unterstützt wurde. Die Lightshow und die eingespielten Szenen auf der Videowand machten das Konzert auch noch sehenswert dazu. „Echoes Of Our Times“ folgte gleich nahtlos im Anschluß und dabei spielte auch Shaky mit dem Tamburin ein Instrument. Während der ganzen Show wurden die Instrumente sehr oft gewechselt, vor allem die Gitarren wurde oft gewechselt und von Joe Bull gereicht.

How could it be like that war der dritte Song der Show. Rockig bekannt...Dann das nächste bekannte aus den 80ern - „Turning Away“ Neu arrangiert und wie....eine Version die mir besser gefällt als das Original. Rockig und im neuen Musikstil bleibend vorgetragen. Es geht auch den neuen Musikstil auf seine Hits zu übertragen und dabei es sogar zu verbessern.

„Behind Those Secrets And Lies“ und „To Spread The Word“ folgen wieder mit Bildern auf der Videowand. “You Never Talked About Me“ spricht wieder aus dem Herzen von Shaky, dass ja keiner ihn gefragt hat zu Entscheidungen in seiner Vergangenheit. Es folgt „Hot Dog“ was sehr nah am Original von 1980 ist. Dann gehen die Hände hoch und das rhythmische „Don't Lie To Me“ beginnt. Mitklatschen im Rhythmus ist angesagt. Dann spricht er von dem Künstler, von dem viele profitiert haben in der Musiklandschaft. Im eigenen Stil vorgetragenen, „It's My Own Business“, gedenkt man an Chuck Berry. Gleich im Anschluss „One Way Out“ wo die beiden Backroundsängerinnen Sarah Geary und Kirstie Roberts eine Pause haben.

Zum Abschluss des ersten Sets kommt das textlich umgestaltete „So Long Now And Goodbye“.

Ein Klasse erster Teil geht zu Ende und alle sehen glücklich aus. Stiummlich alles gut getroffen ohne Textaussetzer, was will man mehr. Darin waren sich die Fans auch in der Pause einig.

Set2: Der Starter „Now Listen“ kommt klar und rockig daher. Shaky begrüßt alle nochmal zum 2.Teil und es kommt „Down Into Muddy Water“.

Ein noch nie gespielter Song, eine Coverversion von CCR folgt „Have You Ever See The Rain“. Das ist in dem neuen Folkrockstil gespielt und es kommen im Instrumentalteil Orgelklänge zum Einsatz. Jetzt beginnt „Radio“ ,was auch rockiger klingt als bisher bekannt. Zumal er ja in den letzten Jahren „Radio“ als akustik Version gebracht hatte. Den Unterschied merkt man. Bei „Suffer Little Children“ steht der Keyborder James Compton z.B. das ganze Lied nach unten blickend und dem Anschein nach gedenkend am Keybord und spielt.

Dazu nachdenkliche Bilder im Hintergrund bringen die Stimmung perfekt rüber. Dann wird es im Gedenken an seine Großmutter mit „Fire In Her Blood“ schwungvoll und auch die Unterstützung der Salvation Army wird erwähnt. Man kann am Merchandising Stand auch signierte CD's kaufen für 16,99 GBP wovon ein Teil zur Unterstützung der Salvation Army gespendet wird.
Dann wird eine neue Version angekündigt. Es wird ruhig. Ein eingehender Rhythmus im neuen Stil kommt bluesig rüber. Der Text...This Ole House. Nun man muss sich sicher erstmal daran gewöhnen, es klingt komplett anders. Aber es hat was spezielles und einen eingehenden Rhythmus.

Dann summt er Mmmmmmm....Marie, Marie und das Publikum springt auf, stürmt an die Bühne und flippt total aus. Die Stimmung im Saal kocht und alles tanzt und ist begeistert. Auch die Ränge stehen und klatschen mit.

Noch ein Hit von Shaky folgt „Lipstick, Powder And Paint“. Dann geht das Bild an der Videowand wieder an und es kommt das rhythmisch hämmernde „Train Of Time“. Dabei prägt sich mir das Bild von James Compton ein, mit einer roten Country Gitarre und seinem Westernhemd passt er voll zum Song. Gleich im Anschluß „Last Man Alive“ wobei das Video zum Song im Hintergrund abläuft. …. Ende...denkste

Die Zugabe kommt schnell...“Love The World“ und der Nr 1 Hit „Green Door“, ebenfalls neu interpretiert. Die hohen Töne überlässt Shaky dabei den beiden Backroundsängerinnen.

Zum Abschluß dann gibt es „Fire Down Below“ mit Flammen auf dem Bildschirm und alle singen mit. Shaky verabschiedet sich und klatscht die erste Reihe ab. Dann geht er von der Bühne und hinterlässt einen sehr positiven Eindruck. Ein begeistertes Publikum und ich denke es sind sich alle einig, es geht also auch in dem neuen, seinem sehr persönlichen Musikstil rockig. Klar es ist kein klassischer Rock'n'Roll, aber es kommt gut rüber. Eine gelungene Songauswahl, die Hits im neuen Arrangement und neue Songs vereinen. Stimmungswechsel inklusive.

Eine Band, die ihre gute Qualität unterstreicht und ein fehlerfreies Konzert spielt, wo man merkt das alles eine Einheit ist. Wie Jools Greaves mit der Harmonica und dem Saxophon spielt ist beeindruckend. Die Vielseitigkeit der Musiker kommt jetzt richtig zum Vorschein.

Band:

Jon Bishop

James Compton

Andy Coughlan

Sarah Geary

Jools Greaves

Matt Holland

Martyn Hope

Kirstie Roberts

Howard Tibble

mit Martyn Hope
Tracklist:

Down in the hole
Echoes of our times
How could it be like that
Turning away
Behind secrets and lies
To spread the word
You never talked about me
Hot dog
Don't lie to me
It's my own business
One way out
So long now and goodbye

Now listen
Down into muddy water
Have you ever see the rain
Radio
Suffer little children
Fire in her blood
This ole house
Marie Marie
Lipstick, powder and paint
Train of time
Last man alive

Zugabe:
Love the world
Green door
Fire down below

mit Howard Tibble
Gruppenfoto nach dem Konzert vor der Bühne mit Fans aus Deutschland, der Schweiz und Holland
mit dem Admin einer anderen englischen Fanpage aus UK und fb Gruppe - Paul Wallace
Gruppenfoto mit weiteren Fans: mit Patrik, Rolf, Jörg, Anja, Isolde, Hanna und Simone
mit freundlicher Unterstützung und Genehmigung der Personen auf demn Fotos, Quellen sind eigene Fotos und fb.