Europa Tour 2019
He is back! Ja er ist nach einigen Jahren zurück in Europa auf Tour gewesen. Vor allem in Deutschland, wo er teilweise in mancher Orts über 30 Jahre nicht mehr zu Gast war.

Das voraus, in 30 Jahren ist einiges passiert, hat sich einiges verändert….aber die Fans NICHT !

Was das Publikum in Europa gezeigt hat, war an Begeisterung nicht zu übertreffen. Das war Party, das war Fun pur. Die auch geälterten Fans haben ihren Shaky immer noch ins Herz geschlossen. Mitsingen, klatschen, grölen, tanzen alles war dabei. Die Presse war teilweise so perplex, das sie es sich nicht erklären konnten, was macht das Phänomen Shakin‘ Stevens aus. Es ist aber relativ einfach zu erklären…zeitlose Musik, die gute Laune verbreitet, immer noch ein aktiver Shaky der immer schön freundlich rüberkommt. Das spricht alle Generationen an. Mein Sohn mit 7 Jahren gehört dazu, genau wie die Mütter einiger Fans in unserem Alter um die 50.

Von den Niederlanden bis Polen ging die Europa Tour. Mit einem Programm in zwei Sets. Die Titel hatte er dann nach einigen Terminen leicht geändert, so hatten diejenigen Fans, die einige Konzerte besuchten, etwas Kontrast in den Shows und einige Veränderungen dabei. So strich er „Lady Madonna“ nach Hamburg aus dem Programm und brachte „It’s My Own Business“ rein. Ab Essen dann kam noch „You Never Talked About Me“ für „I Can Help“ in das Programm.

Die Band lieferte eine sehr gut eingespielte Leistung ab. Selbst der für James Compton eingesprungene Pianist war solide, machte aber oft ein skeptisches Gesicht und ernste Miene zu den Songs die eigentlich Stimmung verbreiten. Das fiel gar der Presse auf. Die Backroundsängerinnen machten wie immer eine super Show zu den Gesangseinlagen. Sie überspielten einige Passagen bei Shaky, wenn lange Töne gesungen wurden und passen stimmlich sehr gut zu Shaky’s Stimme.

Einige sind wie damals on Tour zu mehreren Konzerten gefahren, wir auch. Es ist das „Gemeinsame“ das Fandasein, der Zusammenhalt von „Gleichgesinnten“ der um das Konzertereignis herum den Besuch eines Konzertes so besonders macht. Ich habe wieder einige „neue“ Gesichter persönlich kennen gelernt, die man sonst nur aus dem Internet kannte. Auch wieder alt Bekannte und Freunde wiedergetroffen, die man auch schon wieder einige Jahre nicht gesehen hatte. Ich denke so geht es vielen. Man konnte Erlebnisse und Erinnerungen austauschen, dabei kam wieder das Feeling der Konzertbesuche aus den 80ern und 90ern auf.

Ja ,aber die Zeit geht weiter, es sind nicht mehr die 80er oder 90er Jahre. Eins ist geblieben…zum Glück….Shaky! Aber auch er hat sich weiter entwickelt, wie er sagt. Jeder Zeitabschnitt im Leben hat seine individuelle Eigenschaften und Besonderheiten. So auch bei Shaky. Seine Hits singt er in einem angepassten Stil, nicht ganz so druckvoll wie früher, aber es sind seine Hits und bleiben seine Hits, auch wenn er sie etwas umarrangiert hat. Das passt aber wieder zu seinem aktuellen Musikstil, wie sein Erfolgsalbum „Echoes Of Our Times“. Bei den Opener „How Could It Be Like That“ geht es gleichmal kräftig mit Gitarrensound zur Sache. Eines seiner Lieblingslieder „ Turning Away“ folgt. Zwei ruhigere Songs folgen etwas im Text an das Alter angepasst, „Give Me Your Heart Tonight“ und „It’s Raining“ Dabei schaltete sich dann auch zum ersten mal die Videowand dazu. Mit Videopassagen werden da die Titel untermalt. Sein Hit, und mein Lieblingslied, folgt „You Drive Me Crazy“. In Hamburg z.B. hörten die Zuschauer nicht auf zu klatschen und zu jubeln… Shaky wollte den nächsten Song spielen und kam einfach nicht dazu, bis er dann den Beifall erdrücken musste um weiter machen zu können. Das gleiche passierte in Hannover nach „A Letter To You“.

Nach Aussage vom Management, waren in Hannover, Essen und Wien die emotionalsten Shows mit dem Publikum. „Lady Madonna” folgte, was er ab Berlin aus dem Programm nahm und „It’s My Own Business“ dafür brachte. „Got My Mind Set On You“ folgte und „Don’t Lie To Me“ wobei er da Chuck Berry betonte, von ihm beeinflusst worden zu sein. Der ruhige und nachdenkliche Song „Suffer Little Children“ folgt, und wird unterstützt mit nachdenklichen Bildern auf der Videowand. Dann kommt „I Can Help“ was er dann ab Essen raus nahm und dann „You Never Talked About Me“ als Abschlusssong des ersten Teils brachte. Ein lang nicht gespielter Song, mit angepassten Textpassagen folgt „A Love Worth Waiting For“. Für mich eins meiner Favoriten der Show. Auch bei diesem Song beweist Shaky, das die Töne kein Problem sind bei ihm, auch mit fast 71 Jahren. Das wurde so arrangiert, dass es gut angepasst wurde auf seine aktuelle Stimmlage. Dann sein Hit „Cry Just A Little Bit“ was besonders in Polen beliebt ist.
Die Band fuhr im großen Tourbus und schlief wärend der Fahrten im Bus...
Ich durfte Radio NDR 90,3 ein Interview in Hamburg geben...
Set 2 beginnt mit „Now Listen“ nach einer 20 Minuten Pause. Solide auch das in der Radioversion gespielten Version von „Down Into Muddy Water“. Ein zeitlos gespieltes „Have You Ever See The Rain“ folgt, wo ich Shaky persönlich geraten habe, das auf ein Album zu bringen in dieser Fassung. In Essen sagte er das dann auch so an, es für ein Album aufzunehmen. „Radio“ das nächste, wo er am Ende des Songs alles aus seiner Stimme holt und ein langgezogenes „Radiooooooo“ singt. Dann das stimmungsvolle „A Letter To You“ wo in Hannover die Halle zu kochen kam. Das nächste in Erinnerung an seine Großmutter „Fire In Her Blood“, was wieder mit Videowand untermalt wurde. Die Ballade „Because I Love You“ was darauf folgt, hatte er auch schon einige Jahre nicht mehr live gespielt, und kam super an. Das wurde 2018 in Sri Lanka schon so getestet. Dann die Hits „Marie, Marie“ und „Oh Julie“ im Medley. Gefolgt von „Lipstick, Powder And Paint“ was eher bluesig wirkte und an das Original von Big Joe Turner erinnerte. Das neu gestaltete „Green Door“ kommt rockiger und dann das bluesige Folklied „Train Of Time“ was vom letzten Album ist und wobei der Pianospieler dann auch mal mit Banjo auf der Bühne saß. Eine kleine globale Mahnung vor dem Song „Last Man Alive“ erklärte Shaky und im Hintergrund lief das offizielle Video zu diesem Song.
Dann Schluss, vorbei mit großem Abgang….Abklatschen der ersten Reihe von der Bühne. Aber es kommt ja noch Zugabe. „This Ole House“ und „Fire Down Below“ kommen als Zugabe. „Fire Down Below“ ist ja ein Elvis Song, den der King nicht mehr aufnehmen konnte. Das lag ihm als Demo 1977 vor. Wieder stimmungsvoller Abgang, mit Feuer auf der Vidoewand, Abklatschen der ihm entgegen gestreckten Hände der Fans, ein Feeling wie in den 80ern kommt auf…

Wir wurden überzeugt von seinen immer noch lebendigen Hits and More, konnten für einen Augenblick den Alltag vergessen und wurden in eine Zeitreise von Shaky mitgenommen.

Dafür DANKE!

Trackliste:

Set 1

How Could It Be Like That

Turning Away

Give Me Your Heart Tonight

It's Raining

You Drive Me Crazy

Lady Madonna / später It's My Own Business

Got My Mind Set On You

Don't Lie To Me

Suffer Little Children

I Can Help / später You Never Talked About Me

A Love Worth Waiting For

Cry Just A Little Bit

Trackliste:

Set 2

Now Listen

Down Into Muddy Water

Have You Ever See The Rain

Radio

A Letter To You

The Fire In Her Blood

Because I Love You

Marie, Marie / Oh Julie

Lipstick, Powder And Paint

Green Door

Train Of Time

Last Man Alive

This Ole House

Fire Down Below